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Wettbewerb BG/BRG/BORG Lessinggasse

2017

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Mit ihrem Projekt MYX konnten Gelatin am 22. September 2017 den von der BIG geladenen Kunst & Bau-Wettbewerb für das BG/BRG/BORG Lessinggasse für sich entscheiden.

Die Jury begründete die Entscheidung wie folgt: 
„Die Skulptur MYX des Künstlerkollektivs Gelatin ist ein kraftvolles, identifikationsstiftendes Wahrzeichen für die Schule, das zu einem humorvollen Umgang mit dem Alltag einlädt. Als solches schafft es einen Ort der lustvollen Kontemplation. Das rund 4 Meter hohe Phantasiewesen, das den Aufbau der Brandentrauchung im Hof besetzt und umspielt, steht für einen geistreichen Humor sowie den Mut, Außergewöhnliches zu denken und zu schaffen. Es erlaubt einen spielerischen Zugang zu Mythologie, Literatur und deduktivem Denken und regt an, über die ‘Norm-Maße’ hinauszudenken. Der Titel MYX ist vom griechischen ‘Myxa’ (Schleim) abgeleitet. Das Künstlerkollektiv spielt damit auf die Lehre der Körpersäfte an, in denen die Antike den ‘Humor’ lokalisierte.“

Siegerprojekt: MYX

Gelatin

Der Entwurf sieht eine großformatige Skulptur im Altbauhof über dem Aufbau der Brandentrauchung vor. Die Figur stellt eine Art „Maskottchenmonster“ für die Schule dar, dessen Name auf „Myxa“ (griech. „Schleim“) und so auf die antike Lehre der Körpersäfte zurückgeht: „Ist das Verhältnis der Säfte gut und  ausgeglichen, so hat man ein ausgeglichenes und heiteres Naturell. Man spricht dann von gutem Humor“, so die Künstler. Der MYX soll die SchülerInnen der Lessinggasse wie ein Geist, ein identitätsstiftendes Überwesen, begleiten und mit ihnen den Schulalltag bewältigen.

ohne Titel

Lisa Beck

Vorgeschlagen wird die Bedruckung der verglasten Wand zwischen Foyer und Innenhof. Grundelemente der Gestaltung sind punktförmige Elemente, die in Bögen unterschiedlicher Farben angeordnet sind. Durch Wiederholung, Drehung, Überlagerung und Spiegelung entstehen abstrakte, dynamische Muster. Wo sich die Designs überlappen, entstehen durch Moiré-Effekte immer wieder neue, symmetrische Muster. Vermittelt werden soll die Idee von vielen Individuen, die (im Rahmen der Schule) zusammenkommen, sich untereinander austauschen und Neues erschaffen.

Raum Ballett

Annja Krautgasser

Ausgehend vom Theaterschwerpunkt der Schule wird eine einmalige Intervention in den beiden Höfen entwickelt, eine Kombination aus Performance und Filmproduktion unter Partizipation von SchülerInnen: DarstellerInnen schreiten das Areal ab und führen performative Bewegungen aus. Durch repetitive Rhythmik und Dramaturgie, musikalisch unterlegt, ergibt sich eine Art Kanon im Raum. Die gesamte Intervention wird von drei Filmkameras dokumentiert, auch deren Bewegungen fließen in die Performance mit ein. Als permanente Objekte im Raum bleiben die Filmaufnahmen, die Bodenmarkierungen und die Kostüme weiterhin im Schulgebäude zu sehen.

ohne Titel

Jonathan Quinn

Als Versuch, eine Verbindung zwischen den beiden Schulhöfen zu schaffen und die Enge der Raumsituation aufzulösen, wird ein zweiteiliges Projekt vorgeschlagen: im alten Schulhof eine Wandbemalung in kräftigen und warmen Farbtönen, die die vorhandenen Linien der Architektur aufbricht, und im neuen Hof die Anbringung eines Schriftzuges aus Metallbuchstaben mit den Worten: „buecher entfesseln die zeit / beweis dass der mensch zaubern kann“.

Ein Hungerkünstler / Erstes Leid

Romana Scheffknecht

Das Projekt bezieht sich auf eine Erzählung von Franz Kafka aus dem Jahr 1924 über einen Trapezkünstler, der zunehmend nur noch hoch oben in seiner Trapezkuppel lebt und nicht mehr herabsteigen will. Es sieht zwei Installationen an gespannten Stahlseilen über dem Neubauhof vor: an einem Seil hängt eine androgyne Menschenfigur in Kindergestalt aus Aluminium, an dem anderen eine Trapezstange aus Edelstahl oder Holz.