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Mosaik- und Reliefwände – BG/BRG St.Pölten

Leopold Schmid

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Nachkriegskunst und zeitgenössische Architektur - eine Paarung, die ausgezeichnet funktioniert

Davon kann man sich im neu sanierten Gymnasium in der Josefstraße in St. Pölten überzeugen. Insgesamt sechs Wandarbeiten, die beiden Mosaikwände im Stiegenhaus und vier reliefierte Sandsteinwände, jeweils zwei im 1. und 2. Obergeschoß des Schulhauses schuf Leopold Schmid (1901 – 1989) in den Jahren 1954 – 1955.

Im Zuge der Generalsanierung des Bestandsgebäudes wurden die Arbeiten 2018 durch Marcus Langeder restauriert. Die Mosaike wurden gereinigt und mit behutsamen Eingriffen in die neue Gestaltung eingefügt. Größere Maßnahmen waren bei den Sandsteinreliefs notwendig: durch den jahrelangen Gebrauch und kleinere Umbauten im Laufe der Zeit waren diese ziemlich mitgenommen. Löcher wurden verschlossen, grobe Verschmutzungen entfernt und die beiden Türen, die durch den Umbau ihre Funktion verloren, mit Sichtbeton verschlossen und schlichten Leisten gerahmt, um einen stimmigen Gesamteindruck herzustellen. Nach der Restaurierung gliedern sich die Wände zeitlos elegant in die moderne Architektur ein.

Leopold Schmid war Maler, Bildhauer, Grafiker und Keramiker und hinterließ ein sehr vielseitiges Werk aus Land­schaftsbildern, Wandgemälden, Mosaiken aus Stein und Glas, Sgraffiti und Keramiken.

Er war Mitglied des Künstlerhauses und wurde nach seinem Arbeitsverbot durch die NS-Diktatur 1940/41 von diesem ausgeschlossen. 1956 ernannte man ihn zu dessen Ehrenpräsident. Schmid erhielt zahlreiche Auszeichnungen, z.B. den Großen Österreichischen Staatspreis, und wurde 1952 zum Professor ernannt.