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Fassadenrelief – Audimax TU Wien

Kurt Ohnsorg

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An der polygonen Fassade des Auditorium Maximum ist ein umlaufender Fries aus weißen, konisch geschnittenen Porzellanstäben des Keramikers und Bildhauers Kurt Ohnsorg (1927 - 1970) angebracht. Die geraden und kurvenförmigen Elemente wiederholen und brechen sich, sie rhythmisieren die Klinkerfassade und erinnern an eine Inschrift.

Vor der Restaurierung im Jahr 2015 wies das Werk Verschmutzungen und mechanische Beschädigungen auf, einige der rund 760 Porzellanelemente waren bereits abgestürzt und viele andere, aufgrund der problematischen originalen Verankerung in der Wand, lose. Deshalb wurden aus Sicherheitsgründen alle absturzgefährdeten Elemente abgenom­men, registriert und im Niederdruckverfahren gereinigt.

Obwohl das Werk bereits 1970 fertiggestellt wurde, fanden sich in einem Lager der TU Wien noch 50 originale Por­zellanelemente, die in gutem Zustand waren und als Ersatz für einen Teil der verloren gegangenen Teile verwendet werden konnten. Die restlichen Elemente wurden rekonstruiert, wobei darauf geachtet wurde, dass sie in Dichte, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit einen bestandsgetreuen Charakter aufweisen.

Nach einer Fassadenreinigung wurden die Elemente wiedermontiert und Anschlussstellen zum Mauerwerk erneuert. Den Abschluss bildeten Ergänzungsmaßnahmen an der Klinkerfassade, insbesondere Fehlstellen im Bereich der Fensterleibungen wurden originalgetreu ergänzt.