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0-24 Licht – Haus der Forschung Wien

Stagno / van der Straeten

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"Wieso hängen da Kabel aus der Decke? Ist da Strom drauf?"

Was auf den ersten Blick so aussieht, als sei etwas nicht fertig geworden, kann als Metapher für Forschung und Kunst gelesen werden: Beide Bereiche unserer Gesellschaft sind eine immerwährende geistige Baustelle. 0-24 Licht wurde als Prototypenlösung für das Haus der Forschung entwickelt. Sonnenlicht wird auf dem Dach des Gebäudes erfasst und auf ein System über dem Eingang umgeleitet, wo es in Lichtfaserkabel eingespeist wird, die das Licht ins Foyer tragen. Hier kann bei Sonne das Licht am Ende der Kabel sogar angefasst werden – Wetteränderungen werden so auch im Inneren des Gebäudes direkt ablesbar. Ist der Himmel bewölkt oder wird es dämmrig, ist der Effekt nur mehr schwach wahrnehmbar, da dich Lichtleiter (noch) nicht in der Lage sind, das Licht zu speichern.

Die Nutzung von Lichtenergie in einer jetzt noch als experimentell geltenden Infrastruktur wird in Zukunft eine selbstverständliche Art des Bauens darstellen. 0-24 Licht ist als Projekt zwischen Kunst und Forschung ein erster Schritt in dieser Richtung. Die Installation – selbst eine Art Forschungsprojekt, ein Prototyp mit entsprechendem technischen und finanziellen Aufwand – versucht, einen aktuellen Stand des technisch forschenden Umgangs mit Licht festzuhalten und den BesucherInnen des Hauses erfahrbar zu machen.