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Kunstevent am MED CAMPUS

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16.04.2018

Am 13.04.2018 wurden bei strahlendem Sonnenschein auf dem Campusplatz des MED CAMPUS Graz gleich vier Kunst & Bau-Projekte präsentiert. Esther Stocker, Manfred Erjautz, Matt Mullican und Misha Stroj haben im Rahmen von BIG ART vier sehr unterschiedliche Arbeiten an diesem Standort realisiert, die sie nun – genau ein halbes Jahr nach Eröffnung des MED CAMPUS und gleichsam als Auftakt zur Langen Nacht der Forschung – persönlich vorstellen konnten.

Die Kunst und die Medizin („Heilkunst“) haben, wie Rektor Hellmut Samonigg in seiner Begrüßung hinwies, viel mehr mit­einander zu tun als man annehmen könnte, auch – oder gerade – an einem so hoch­modernen und –professiona­lisierten For­schungsstandort wie dem MED CAMPUS Graz.

Dass Kunst immer auch etwas mit dem Menschsein, also mit jedem Einzelnen von uns zu tun hat, betonte auch Elisabeth Fiedler, die als Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark die Arbeiten gemeinsam mit den Künstler­Innen präsentierte. Überdies beschäftigen sich die vier Arbeiten – jede auf ihre ganz eigene Art und Weise – mit den Themen der Vergänglichkeit, mit Versuch und Irr­tum, mit dem Prozess der Forschung und mit der Heilkunst und deren Entwicklung.

Wie sich die BesucherInnen auch bei kurzen Rundgängen mit den KünstlerInnen über­zeugen konnten, haben die künstlerischen Interventionen ihren Platz in der Umge­bung gefunden, sie bereichern die moder­nen Räumlichkeiten und unterstreichen die Qualität der Architektur des MED CAMPUS.

Shelter (high touch)

Manfred Erjautz

Die Installation thematisiert den Lebenszyklus des Menschen. Acht lebensgroße Figuren sind kopfüber an der Unterseite eines Fassadendurchbruchs zur Campusebene angebracht. Sie bringen die letztendliche Zurückgeworfenheit jedes Einzelnen, egal ob Kind oder Greis, in Bezug zum Wissenstransfer zwischen Jung und Alt und zu den wissenschaftlich-medizinischen Aspekten am Campus.

Canvas Rubbing Project

Matt Mullican

Mittels eines eigenen Ordnungssystems kategorisiert und katalogisiert Matt Mullican die uns umgebenden Zeichen und Bilder und kombiniert sie zu großformatigen Bildkomplexen. Die Motive an den Wänden des Aula-Foyers beziehen sich auf die Inhalte des MED CAMPUS, vor allem auf die Kommunikationsprozesse in unserem Körper, und zeigen die vielfältige Schönheit des menschlichen Daseins.

Knitterobjekt

Esther Stocker

Eine kugelähnliche Struktur mit gefalteter und geknitterter Oberfläche als markantes Zeichen auf der Campusebene: Schwarze Quadrate auf weißem Grund bilden die grafische Oberfläche des knapp vier Meter hohen Objekts, das fast spielerisch zur Reflexion der eigenen Wahrnehmungs ­ gewohnheiten einlädt.

An einem Körper

Misha Stroj

Ein „Labor der anderen Art“ hat Misha Stroj den medizinischen Forschungseinrichtungen am Campus hinzugefügt: sein diagrammatisches Wandobjekt aus 21 Holzkästen zeigt Fotografien, Reproduktionen und reliefartige Assemblagen aus diversen Materialien, die er als einzelne Schritte eines künstlerischen Forschungsprozesses versteht.