Siegerprojekt 2: Handgriffe


Die Arbeit besteht aus in Beton gegossenen Körperfragmenten, mit denen sich die Künstlerin auf die antike Skulpturengruppe der Ägineten bezieht. Durch die Anordnung der Fragmente schafft die Installation eine visuelle Analogie zwischen den historischen Skulpturen und der Darstellung von grundlegenden Praktiken aus der Ersten Hilfe. Die in 1,5-facher Vergrößerung gegossenen Köperteile bilden innerhalb eines der großen Betonrahmen im Foyer ein 3-D-Bild aus Körperfragmenten, das sich aus vier medizinischen Interaktionen zusammensetzt: dem Heimlich-Manöver, der Drehung in die stabile Seitenlage, der Herzdruckmassage und der tröstenden Hand. Durch die Überlagerungen der Komposition mit den dahinter sitzenden und sich bewegenden Menschen auf den Sitzstufen entstehen immer neue Bildgeschichten aus künstlerischem Eingriff und dem Alltag.