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Wettbewerb BIG Conference

2013

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Die KünstlerInnen Claudia Märzendorfer und Rudi Klein konnten am 13. Dezember 2013 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für eine temporäre Bespielung der Conference-Ebene in der BIG Konzernzentrale für sich entscheiden. Nach Empfehlung der Jury wird das Projekt von Claudia Märzendorfer als erstes realisiert, nach zwei Jahren wird Rudi Klein seine Arbeit umsetzen.

Die Jury begründete die Entscheidung für die Siegerprojekt folgendermaßen:
„Von den vier eingereichten Arbeiten wurden die Entwürfe von Claudia Märzendorfer und Rudi Klein ausgewählt, da sie sich mit dem Thema BIG und dem bespielbaren Raum am intensivsten auseinandergesetzt haben.
Der Entwurf von Märzendorfer besticht durch subtile und einfache Textur, die sich durch den gesamten Gang zieht, die zeichnerische Spur irritiert und öffnet gleichermaßen. Die Ansicht ist von allen Seiten möglich und bedarf keiner bestimmten Perspektive, um eine ideale Betrachtungsposition zu finden, die Architektur und die künstlerische Arbeit verschmelzen zu einer Einheit.
Der Entwurf von Rudi Klein ist eine Bildgeschichte ohne Worte, die durch den Gang führt und gleichzeitig etwas erzählt. Diese Geschichte lässt der Phantasie freien Lauf und wird ergänzt durch ein Comicheft, das die Erzählung preisgibt. Das Motiv spielt mit den Inhalten der BIG.“

Siegerprojekt: Wandabwicklung

Claudia Märzendorfer

Ausgehend von der Wandabwicklung, die sich auf dem Grundrissplan befand, besteht der Vorschlag darin, diese in Form einer Wandzeichnung über den gesamten Gang visuell zu über­setzen. Den Begriff Wandabwicklung versteht die Künstlerin hier buchstäblich, so als würde man die Wand abrol­len, wodurch sich die Ausnehmungen wie Türen, Fenster, Kanten, Ein-­ und Ausbuchtungen ver­doppeln, und die Gesamtheit des in seiner Form sehr heterogenen Ganges verdichtet. Umgesetzt wird die Wandmalerei in Form einer Staubarbeit, so dass die abgewickelte Wand eine subtile, temporäre Spur hinterlässt.

Siegerprojekt: HAUS

Rudi Klein

Klein realisiert eine Wandmalerei, Zeichnungen von besonders geformten Häusern in gedeckten Farben über die gesamte Länge des Ganges.  Eine Bildergeschichte ohne Worte entsteht, die Platz lässt für die Fantasie von BesucherInnen und MitarbeiterInnen. Zusätzlich wird ein Comic-Heft produziert, dass vor Ort aufliegen wird und mitgenommen werden kann. Die Broschüre gibt zu den Bildern Texte preis und offenbart somit einen weiteren Aspekt der Geschichte.

ohne Titel

Manuel Gorkiewicz

Der Künstler benutzt herkömmliche Makeup-Pigmente wie Lidschatten oder Rouge um die Wandflächen  zu bemalen. Die Motive, deren Anordnung den Pigmenten in der Schminkdose entspricht, ziehen sich stellenweise auch über Raumecken und Mauervorsprünge, was die heterogenen Räume optisch verbindet. Assoziationen des Dekorierens, des Schmückens und Verschönerns werden dabei mit Überlegungen der konzeptuellen Wandmalerei in Verbindung gebracht. Durch die Verteilung der Motive entlang des Ganges dienen diese dabei auch als Orientierungshilfe und führen zu einer Individualisierung der anonymen weißen Wände.

Nicht verzagen, Lohse fragen

Tex Rubinowitz

Die Grundidee ist eine Hommage an Joan Miró und Richard Paul Lohse. An die Wand zeichnet Rubinowitz an Miró erinnernde Figuren, zum Teil kafkaesk verdreht, aber auch freundlich. Die Namensschilder vor jeder Figur erinnern an Situationen, die man von Konferenzen kennt, man weiß nicht, mit wem man es zu tun hat. Die Schilder hier sind keine Namensschilder, sie enthalten Wesenszüge, Zustandsbeschreibungen und kleine Bonmots.  Die mit den Figuren auftauchenden Farbflächen sind nach dem Zufallsprinzip angeordnet, sie sollen etwas Selbstverständliches haben, und eine angenehme Atmosphäre erzeugen, tragen aber auch zur Orientierung im verwinkelten Gang bei.

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