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Theatrum Sacrum – ÖJAB Haus Johannesgasse, Maßnahmen 2016-2019

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Der erste Gangabschnitt ist bereits fertig restauriert.

Im ehemaligen Ursulinenkloster und heutigen Studierendenwohnheim in der Johannesgasse 8 (1010 Wien) findet sich mit dem Theatrum Sacrum ein einzigartiges barockes Figurentheater.

Nach der Restaurierung einer „Musternische“ durch das Bundesdenkmalamt und der ersten drei Vitrinen durch die BIG wurde 2016 ein eigenes WLAN-Netz installiert, um mittels Datenloggern in ausgewählten Nischen die Feuchtigkeit zu kontrollieren und gegebenenfalls über die Befeuchtungsanlage ausgleichen zu können. Auch Bewegungssensoren und der Anschluss an ein Alarmsystem sollen in Zukunft die gemeinsamen Bemühungen und Investitionen um den Erhalt des Theatrum Sacrum schützen.

Mit Umsetzung dieser allgemeinen Maßnahmen war der Weg frei für eine zweite Restaurierungstranche, die 2016 durch die BIG beauftragt wurde. Die nunmehr bearbeiteten Nischen zeigen den Hl. Stanislaus Kostka (1550-1568), den Hl. Franz Xaver (1506-1552) und die Hl. Rosalia (1130-1166).

Durchgeführt wurden konservatorische und restauratorische Maßnahmen an den Skulpturen: nach Abnahme der Japanpapierbeklebung wurden die Oberflächen gereinigt, abgebrochene Teile verleimt und lockere Fassungsbereiche gefestigt. Es folgten Retuschearbeiten, die farbliche Integration der gekitteten Fassungsfehlstellen und zuletzt der Auftrag eines Schutzüberzuges. Die Hintergrundgemälde – zwei bemalte Holztafeln und das Gemälde in der Bogen­laibung – wurden zunächst gereinigt, Bruchstellen verleimt, kleine Löcher in der Leinwand mit Fadenverklebung behoben und Malschichtausbrüche gekittet. Zum Schluss erfolgte die Retusche mit Gouachefarben. Schließlich wurde auch die sichtbare Malerei in den Nischen einer ästhetischen Integration unterzogen, Fehlstellen gekittet und an­schließend farblich angepasst retuschiert.

Mithilfe einer Förderung des Bundesdenkmalamts konnte 2017 mit der Restaurierung von zwei weiteren Nischen im
2. Obergeschoß begonnen werden, wobei die Vitrine mit der Darstellung des Hl. Antonius von Padua 1195-1231) von einem größeren Wasserschaden betroffen war. Als zweites Objekt wurde die Darstellung des Hl. Franz von Assissi (1182-1226) wiederhergestellt. Die durchgeführten restauratorischen Maßnahmen und die verwendeten Materialien entsprechen auch bei diesen beiden Vitrinen weitgehend jenen der 2013 im Bundesdenkmalamt restaurierten Muster­nische (Hl. Franziskus von Borghia).

Mit Abschluss der Arbeiten Anfang 2019 ist nun eine Gangseite des 2. Obergeschoßes komplett fertiggestellt.