Siegerprojekt 2: Seeing the invisible to be heard


Hofstetter, Pionier der österreichischen Konzept- und Medienkunst, greift für sein Projekt das Konzept seiner wohl bekanntesten Arbeit, der „Augen“ vom ehemaligen Wiener Südbahnhof, erneut auf und verbindet sie mit einem nicht endenden physikalischen Experiment: Zwei Augen, dargestellt auf zwei Monitoren, werden durch die Glasfassade des Gebäudes auf den Campus blicken und mit dem Auf und Zu ihrer Lidschläge in Kommunikation mit dem Außenraum treten. Das digitale Augenpaar ist mit „Cosmic Watch-Myon-Detektoren“ verbunden, die unsichtbare Elementarteilchen aus dem Kosmos aufspüren. Sobald eine definierte Anzahl an Myonen detektiert wird, schließen sich die Augen für einen Moment und senden gleichzeitig ein Zirpen aus. Dieses Zirpen der „Myonenschauer“ ist als subtile Soundwolke hörbar und verschafft unsichtbaren Elementarteilchen aus dem Kosmos Gehör auf der Erde.