Hortus Herbularius


Vorgeschlagen wird eine Serie von Ölgemälden, die verschiedene, malerisch abstrahierte Heilpflanzen darstellen. Als Inspiration für das Konzept diente der mittelalterliche Klostergarten, der als Metapher für das Leben und Arbeiten in der Justizanstalt verstanden werden kann: Die Gestaltung möchte dazu anregen, die Arbeit im Justizvollzug aus einem alternativen, fürsorglichen Blickwinkel wahrzunehmen. Die Vielfalt der Pflanzen ist als etwas Positives zu verstehen, von dem der Garten und die Gärtner*innen gleichermaßen profitieren. So soll auch das Verständnis eines Gefängnisses als ein Ort der Besserung, der im Idealfall zur Resozialisierung führt, unterstrichen werden. Dabei vermeidet es die Garten-Metapher bewusst, zu verniedlichen oder zu pathologisieren. Wie gut die Pflanzen in einem Garten gedeihen, ist von vielen Dingen abhängig, aber eben auch von der Fürsorge und dem Wissen der Gärtner*innen. So sehr man sich auch um die Pflanzen bemüht – letztlich ist es manchmal Zufall, ob das Unterfangen von Erfolg gekrönt ist oder nicht.