Wettbewerb Bundesgymnasium Vöcklabruck (2005)

Schloßstrasse 31a, 4840 Vöcklabruck

Architektur: Gärtner + Neururer ZT GmbH

Ulrike Lienbacher "Fliegender Teppich"

Die österreichische Künstlerin ULRIKE LIENBACHER gewann den von der BIG ausgelobten Wettbewerb für Kunst & Bau am Bundesgymnasium Vöcklabruck.

Der Entscheid der Jury erfolgte einstimmig.

Lienbachers Projekt sieht für den Pausenhof des derzeit in Umbau befindlichen Schulkomplexes eine vielfach nutzbare, begehbare Skulptur in Form eines „fliegenden“ Teppichs aus farbkräftigen Mosaikfliesen vor.

Die Jury begründete ihre einstimmige Entscheidung folgendermaßen:
„Ulrike Lienbachers Projekt stellt eine multifunktionale, vielfach bespielbare Plastik dar, die auch durch ihre künstlerische Qualität die Jury überzeugt hat und deshalb einstimmig zur Ausführung empfohlen wurde. Hervorzuhebende Punkte sind die hohe Eigenständigkeit in der Ästhetik sowie die praktikable Benutzbarkeit als Bühne, Versammlungsort, Treffpunkt sowie die Eignung für Freiluftunterricht.
Das Spiel mit den Materialien, ein fliegender Teppich als Mosaik, zentriert den Innenhof des Schulgebäudes. Das Objekt wird insbesondere auch für Abendveranstaltungen durch ein besonderes Beleuchtungskonzept gut nutzbar sein."

 

Jury

Katharina Blaas
Gregor Eichinger
Christoph Gärtner
Erich Rieck
Rudolf Fuchs
Eva Schlegel

 

TeilnehmerInnen
Ulrike Lienbacher
Michael Kienzer
Hermann Staudinger

Objektbeschreibung der Künstlerin:
„Der „fliegende Teppich" ist eine Art Bühne, ein Feld des Austauschs. Er wird zum konkreten Versammlungsort (Treffpunkt, Podium für Schulveranstaltungen) und bietet den SchülerInnen Gelegenheit der Selbstinszenierung. Der Teppich ist in den verschiedenen Kulturen ein Ort, an dem sich Menschen niederlassen und Geschichten austauschen, an dem Neues von anderen erfahren wird und an dem Personen von sich selbst erzählen. Er symbolisiert eine Zone in der Sprache als Kommunikationsmittel im Zentrum steht. Dies entspricht der inhaltlichen Schwerpunktsetzung der Schule. Neben dieser Funktion als Kommunikationsplattform soll die schwebende Fläche für die SchülerInnen auch einen Ort der Auszeit, eine Art exterritoriale Zone, bilden. Die Idee des fliegenden Teppichs symbolisiert die Erfahrung körperlich an einem Ort zu bleiben, aber gedanklich wegzuschweben, einer Gleichzeitigkeit von Mobilität und Immobilität. Die Ornamente sind Teppichen aus verschiedenen Kulturen entnommen und bilden so eine Art Hybrid. Es sind stilisierte Pflanzenornamente, die auch Assoziationen zum Garten hervorrufen sollen. Es sind Elemente des Fremden wie des Eigenen und Vertrauten, eine Art freundliches Wesen aus 1001 Nacht, das im Schulhof schwebt."

 

Das Objekt wird durch ein besonderes Beleuchtungskonzept auch für Abendveranstaltungen gut nutzbar sein.

 

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Ulrike Lienbacher "Fliegender Teppich"

Ulrike Lienbacher, geb. 1963 in Oberndorf, Studium am Mozarteum in Salzburg. Lienbacher ist Zeichnerin und Objektkünstlerin, ihre Arbeiten waren in den letzten 10 Jahren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Wien.

 

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