ANDREA VAN DER STRAETEN konnte gemeinsam mit ANGELO STAGNO am 2. März 2006 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für Kunst & Bau am „Haus der Forschung“ für sich entscheiden.
Die künstlerische Arbeit sollte konkret auf den Themenbereich "Forschung" eingehen. Die Jury begründete die einstimmige Entscheidung für das Siegerprojekt mit dem Titel „0-24 Licht“ folgendermaßen:
"Die Arbeit setzt sich auf künstlerisch hohem Niveau mit der Nutzung des Gebäudes auseinander und durchdringt den gesamten Bau. Angewandte Forschung wird zum Instrument der künstlerischen Arbeit, die über einen hohen Innovationsgrad verfügt und in der Lichtforschung zukunftsweisende österreichische Unternehmen miteinbezieht. Die Neuheit des Konzepts im Kunst und Bau Bereich sowie die hohe Identifikation der Nutzer mit der Arbeit waren weitere Kriterien in der Entscheidung für das Projekt.
Ummantelte Lichtleiter (Glasfasern) durchziehen den dreieckigen Gebäudekomplex. Sie werden durch einen auf dem Dach installierten Heliostat gespeist, der das Sonnenlicht bündelt und in die Glasfasern leitet. Die Lichtleiter hängen im Erdgeschoss im Eingangsbereich in unregelmäßigen und verschieden starken Bündelungen sowie unterschiedlichen Höhen aus der Decke. Das eingespeiste Sonnenlicht lässt die Enden der Faserbündel leuchten; sie dienen nicht als Beleuchtungskörper, sondern als visuelle und haptische Überraschung, da auf diese Weise das Sonnenlicht „direkt angefasst“ werden kann.
Das Konzept dokumentiert den aktuellen Stand der Lichtforschung und bietet Raum für Entwicklung: Die Bündelung von direktem Sonnenlicht ist technisch machbar und im Rahmen der Arbeit von den BesucherInnen des Hauses erfahrbar – diffuses Licht kann heute noch nicht erfasst werden, sollte das in der Zukunft möglich sein, wird dadurch auch die Arbeit erweitert."
Jury
Katharina Blaas
Gregor Eichinger
Barbara Nehrung
Christian Mascha
Klaus Pseiner und Gerhard Kratky
Eva Schlegel
Geladene KünstlerInnen
stagno/van der straeten
Peter Kogler
Constanze Ruhm
Paul Weihs
Tiana Wirth
stagno/van der straeten
„0-24 Licht“
Sonnenlicht wird am Dach eingefangen, gebündelt und in das Gebäude geleitet.
Peter Kogler
LED-Display als Installation an der Fassade mit computergenerierter Animation
Constanze Ruhm
Die Wissenschaft als "Chimera/Identity"mit ikonischen, ornamentalen Metaphern
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Paul Weihs
gemeinsam mit Ingeborg Kumpfmüller und Bruno Klomfar: Text- und Fotoarbeiten, sowie Displaysystem
Tiana Wirth
gemeinsam mit Asia Sumyk: Projekt "Motherboard", die Wissenschaft als "magischer Spiegel" interpretiert.
Zur Architektur
Das Haus der Forschung ist ein ökonomisch-ökologisch optimiertes Gebäude der Architekten Neumann + Partner und Mascha & Seethaler.

