2012 wird der Neubau des Justizzentrums Korneuburg eröffnet. Für Hans Schabus ist das Gerichtsgebäude, vor allem aber die angeschlossene Haftanstalt ein Ort, der für manche einen zwar vorübergehenden, jedoch lang andauernden Moment des Stillstands bedeutet. Er legt also eine der Haupttreppe entsprechende Skuptur unbegehbar quer mitten auf den Vorplatz der Anlage. Die Jury fand: "Die großformatige Skulptur von Hans Schabus (...) ist eine Manifestation des Stillstandes an einem Ort des Kommens und Gehens. Die Treppe als Zeichen der Mobilität wird quergelegt unbenutzbar und damit zu einem Symbol des Innehaltens an einem Ort und in einem Leben ständiger Mobilität."
Hans Schabus
Geboren 1970 in Watschig. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli, Mitglied der Vereinigung Bildender KünstlerInnen, Wiener Secession. Vertreter Österreichs bei der Kunstbiennale Venedig 2009. Lebt und arbeitet in Wien.

