stagno/van der straeten - '0-24 Licht' (2006)

Haus der Forschung, Sensengasse 1-3, 1090 Wien

Architektur: Neumann + Partner / Mascha & Seethaler

"Wieso hängen die Kabel aus der Decke? Ist da Strom drauf?" Was auf den ersten Blick so aussieht, als sei etwas nicht fertig geworden, kann als Metapher für Forschung und Kunst gelesen werden: Beide Bereiche unserer Gesellschaft sind eine immer währende geistige Baustelle. "0-24 Licht" wurde als Prototypenlösung für das Haus der Forschung entwickelt. Sonnenlicht wird auf dem Dach des Gebäudes erfasst und auf ein System über dem Eingang umgeleitet, wo es in Lichtfaserkabel eingespeist wird, die das Licht ins Foyer tragen. Hier kann bei Sonne das Licht am Ende der Kabel sogar angefasst werden - Wetteränderungen werden so auch im Inneren des Gebäudes direkt ablesbar. Die Nutzung von Lichtenergie in einer jetzt noch als experimentell geltenden Infrastruktur wird in Zukunft eine selbstverständliche Art des Bauens darstellen. "0-24 Licht" ist als Projekt zwischen Kunst und Forschung ein erster Schritt in diese Richtung.

 

Das Projekt „O-24 Licht“ versucht, einen aktuellen Stand des technisch forschenden Umgangs mit Licht fest zuhalten und Besuchern des Hauses erfahrbar zu machen.


Realisiert in Zusammenarbeit mit Bartenbach LichtLabor, Tirol; Lumena AG (vorher SMS-Solar), Schweiz sowie Parans Daylight AB, Schweden.

Fotos:

stagno/van der straeten

 

 

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Angelo Stagno

Geboren in Matera, Italien. Ausbildung zum Geometer mit eigenem Büro für Vermessungstechnik in Italien, sowie Arbeit bei Snamprogetti beim Bau einer Gaspipeline und deren Infrastruktur, sowie im Bereich Bauplanung und Verwaltung bei der INFN (Institut für Kernphysik) in Rom. Studium der Architektur in Innsbruck und Wien. Arbeitsschwerpunkt: neue Bautechniken und Materialien.

Lebt seit 1989 in Österreich.

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Andrea van der Straeten

Geboren in Trier, Deutschland. Studium der Germanistik und Politikwissenschaften sowie der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Studienaufenthalte in Rom, Tokio, Kanada und den USA. Arbeitet als Künstlerin mit unterschiedlichen Materialien (Fotografie, Film/Video, Zeichnungen, Instal-lationen,usw.) zum Verhältnis von Medien und Kommunikation. Lebt seit 1987 in Wien. Seit 2002 Universitätsprofessur an der Kunstuniversität Linz.

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