Wettbewerb BG/BRG/BORG Eisenstadt (2015)

Kurzwiese, 7000 Eisenstadt

Architektur: AT4Architekten

Mit ihrem Projekt "Circling the Square" konnte die Künstlerin ANITA WITEK am 10. April 2015 den von der BIG geladenen Kunst & Bau-Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des BG/BRG/BORG und Bundesschülerheim Eisenstadt für sich entscheiden.

 

Die Jury begründete die einstimmige Entscheidung wie folgt:

"Dem Projektvorschlag „Circling the square“ von Anita Witek liegt vor allem die Idee zugrunde, ein Ambiente zu schaffen, das Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zum Verweilen einlädt. Die Verwendung unterschiedlichster Materialien bietet Möglichkeiten für Bewegung und Sitzgelegenheiten für Unterricht im Freien. Aus dem ersten Stock des Schulgebäudes öffnet sich der Blick auf eine Collage aus Farben und Schichtungen , die sich zu einem Gesamtkunstwerk auf der einen Hälfte des Platzes zusammenfügt. Die Jury wurde von dem sehr sensiblen Farb- und Materialkonzept der Künstlerin für den Platz vor der Schule überzeugt, weil es zum einen den SchülerInnen die Auseinandersetzung  mit einer qualitätsvollen, zeitgenössischen künstlerischen  Arbeit  konfrontiert, zum anderen auch als benutzbarer Aufenthaltsraum  funktionieren sollte. "     

Jury

Klaus-Jürgen Bauer

Katharina Blaas

Gregor Eichinger

Dieter Marhold

Karin Rojacz-Pichler

Eva Schlegel
Nicole Six

Manfred Waldhör 

 

TeilnehmerInnen

Josef Danner

Didier Faustino

Jakob Lena Knebl

Christian Mayer

Paul Mühlbauer

Doris Prenn

Anita Witek

Anita Witek | "Circling the square"

 SIEGERPROJEKT:

Anita Witek

"Circling the square".

 

Der Kreis als kulturübergreifendes Zeichen für Kommunikation liegt der Gestaltung zugrunde. Rund um schattenspendende Bäume werden runde Grasinseln angelegt, begrenzt von collagenartig gestalteten Zonen aus farbigem Tartan. So entstehen variantenreiche Sitz- und/oder Liegeflächen im Gras oder auf lokalem Sandstein, auf denen gesprungen, getanzt und getobt werden kann. Mit Circling the Square entsteht ein Gesamtbild, das insbesondere aus den Gebäuden von oben wahrnehmbar wird.

 

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Josef Danner
ohne Titel

Vorgeschlagen wird ein Gesamtkonzept für die Platzgestaltung, bestehend aus mehreren Elementen: warme Farbtöne und Schriftzüge an der Fassade, das Bild einer Nervenzelle als Motiv für den Terraway-Belag des Bodens sowie eine mit sandgestrahlten Bildern und Schriften versehene Glaswand als Begrenzungsmauer. Zusätzlich vorgesehen ist die Schaffung von Grünbereichen mit schattenspendenden Bäumen und Ensembles aus Natursteinen als Sitz- und Aufenthaltsorte  für die SchülerInnen.

 

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Didier Faustino
"Jack and the Beanstalk"

Zentral gelegen auf dem Vorplatz der Schule schafft Didier Faustino mit einem etwas über 6 m hohen "öffentlichen Möbel" Raum für die SchülerInnen und den Lehrköper. Diese Skulptur, bestehend aus einer Plattform sowie einer hohen Wand mit Ranken und Blättern aus Aluminiumguss, soll den NutzerInnen als vielfach nutzbarer Ort der Aneignung dienen.

 

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Jakob Lena Knebl
"Roter Punkt auf weißem Gebäude"


Auf dem Neubautrakt wird ein überdimensionaler roter Punkt angebracht, der sich über die gesamte Fassade bis auf den Bürgersteig der angrenzenden Straße zieht. Dieser rote Punkt soll die Grenze zwischen der Institution Schule und dem Außen markieren und sie verbinden, aber gleichzeitig auch eine neue Blickweise auf etwas Vertrautes schaffen. Er wird hier zum Platzhalter unterschiedlicher Inhalte und soll auch als weithin sichtbares Zeichen, beispielsweise auf "google earth", sichtbar sein.

 

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Christian Mayer
ohne Titel

Vorgeschlagen wird eine Platzgestaltung, die auf vielseitige Weise unseren Begriff von Zeit reflektiert und herausfordert. Grundmotiv ist die Form eines japanischen Zengartens, der allerdings durch eine entscheidende Verschiebung auf der materiellen Ebene – die Ausführung in Beton anstatt in Sand - eine neue Bedeutungsebene erhält und in eine beständige Form gebracht wird. Somit ergibt sich im Grunde die harmonische Verschmelzung zweier gegensätzlicher Zeit-Philosophien.

Paul Mühlbauer

"schoolbags"

 

Ausgangspunkt für das Projekt ist die Schultasche, als ein Symbol für die Schule - alte Schultaschen, neue Schultaschen - hingeworfen oder bewusst platziert. Die Taschen werden in stark vergrößerter Ausführung in Sitzobjekte und im vorderen Teil des Platzes als Wartehäuschen transformiert. Bunt sollen sie sein - alte und neue Taschen. An zwei Orten der Fassade werden Bilder von Schultaschentürmen angebracht. In naher Zukunft werden Schultaschen in dieser Form nur mehr Erinnerungsstücke sein.

 

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Doris Prenn (in Kooperation mit Michael Atteneder)
ohne Titel

 

Der Entwurf erweitert den Projektraum in den öffentlichen Raum: als Grundmotiv wurde der Zebrastreifen gewählt. Dieser beginnt über die Straße als breiter Schutzweg, löst sich über den Anstieg des Platzes auf und schafft mittels verschieden geschwungener und erhöhter Elemente aus Weißbeton Raum für Grünbereiche, Sitzmöbel, Bewegungs- flächen und einen Freiluft-Unterrichtsraum. Die Anordnung der Bereiche ist nicht vorgegeben und soll gemeinsam mit den NutzerInnen entwickelt und moduliert werden.

 

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