Wettbewerb BG/BRG Zehnergasse Wr. Neustadt (2013)

Zehnergasse 15, 2700 Wiener Neustadt

ALMUT RINK mit ihrem Projekt "I'M WE, WE'RE ME" und MANFRED WAKOLBINGER mit seiner Skulptur "Cloud" konnten am 11. Juli 2013 den von der BIG geladenen Kunst & Bau-Wettbewerb für das Gymnasium Zehnergasse in Wr.Neustadt für sich entscheiden.

 

Die Jury begründete die Entscheidung für das Siegerprojekt folgendermaßen:

"Was die Realisierung beider Arbeiten so interessant macht, ist, dass Manfred Wakolbinger eine Skulptur als Superzeichen für die Schule beim Haupteingang platziert, Almut Rink wiederum installiert ihr Projekt als kommunikative, soziale, und benutzbare Plastik. Beide Projekte sind von ihrer künstlerischen Qualität absolut gleichwertig und interessant, und für eine Schule/Bildung besonders wichtig.
Manfred Walkolbingers Skulptur „Cloud“ bezieht sich inhaltlich auf die Geschichte des Hauses als Gärtnerei und den besonderen Unterrichtsgegenstand für Gartenarbeit. Die symbolische Pflanze aus Edelstahl ist aufgrund ihrer Höhe (10 Meter) ein weithin sichtbares Zeichen, das den öffentlichen Raum um die Schule markiert und gleichzeitig als autonome Skulptur für die Schule steht.
Almut Rink beschäftigt sich in ihrem Konzept mit dem Ich und Wir, der Entwicklung der Gemeinschaft und des Individuums. Einerseits befindet sich der Schriftzug auf der Fassade, andererseits schafft sie dazu eine Plattform, formal als spiegelbildlicher Abdruck der beiden Wörter ME und WE . Dieses Sitzobjekt befindet sich im Hof und wird zum Treffpunkt, offen in seiner Funktionalität für die verschiedensten Gelegenheiten: als Bank, Tisch, Liegefläche oder Bühne.
Beide künstlerischen Konzepte sind von hoher ästhetischer Qualität, zum einen als autonomes Kunstwerk per se, zum anderen erfüllen sie auch im Kontext von Kunst im öffentlichen Raum alle Bedingungen einer hervorragenden Gestaltung, die Ästhetik, Funktionalität und Inhalt der gestellten Aufgabe darstellt."

 

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Jury

Klaus-Jürgen Bauer

Katharina Blaas

Gabu Heindl
Werner Schwarz
Eva Schlegel
Cilli Wiltschko
Nicole Six

 

TeilnehmerInnen

Azra Aksamija
Julie Hayward
Michael Kienzer
Almut Rink
Hans Schabus
Manfred Wakolbinger

'Cloud' von Manfred Wakolbinger

SIEGERPROJEKT:

Manfred Wakolbinger

"Cloud"

 

Das Projekt verweist auf die Geschichte der Schule als Gärtnereibetrieb . Eine ca. 10 m hohe Skulptur aus Edelstahl stellt eine symbolische Pflanze dar, die sich an das Schulhaus lehnt, von diesem gestützt wird. Zwei Wurzeln setzen sich in zwei Stiele fort, symbolisieren damit das Prinzip der Dualität, und münden ganz oben in die Blüte, die 'Cloud', als Darstellung des gemeinsamen Wissens und der gemachten Erfahrungen. Die beiden Wurzeln sind als Sitzbänke ausgeführt und dienen als Treffpunkt und Kommunikations-

raum.

 

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I'M WE, WE'RE ME von Almut Rink

SIEGERPROJEKT:
Almut Rink

"I'M WE, WE'RE ME"

 

Almut Rink bezieht sich auf die Werte der Schule: Das Ich und das Wir, Gemeinschaft, Individuum und Sozialisation. Auf die Blindfassade im Lesehof kommt das Wort „ME“ als Relief - es steht für das Individuum, das stark durch die Beziehungen in der Schulgemeinschaft geprägt wird. Als Gegenprägung wird auf einer Plattform das „WE“ wannenförmig eingearbeitet und symbolisiert die Gruppe, die Gemeinschaft, die in diesem Lebensabschnitt Schule so wichtig ist. Die Plattform dient gleichzeitig als Bühne, Treffpunkt, Sitzlandschaft.

 

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Azra Aksamija
„Wandelspitze“

 

Das Projekt stellt eine Neuinterpretation traditioneller Spitzenmuster in eine dynamische Landschaft aus geometrischen und floralen Ornamenten und soll einen sozialen Raum vor der Schule bilden. Auf der Fassade sind dreilagige Ornamente angebracht, die als Windräder funktionieren und die Fassade beleben und verändern. Der Vorplatz ist als begehbare, besitzbare und bepflanzbare Landschaft gedacht, die sowohl zum Unterrichten im Freien, als auch als Treffpunkt nutzbar ist. Licht, Schatten und Wind verändern diese Landschaft ständig.

 

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Julie Hayward
„I'll be your mirror, reflect what you are...“

 

Auch Julie Hayward greift die durch die Schule transportierten Werte auf: Eigenständigkeit und respektvoller Umgang miteinander. Im besten Fall werden die Schüler- Innen diese Werte widerspiegeln. Der Spiegel als Symbol der Selbsterkenntnis, des Verstandes, der Wahrheit und der Klugheit. Sie bestückt die Blindfassade des Schulgebäudes mit runden Spiegeln, die sich lautlos im Wind bewegen dürfen und die Umgebung auf der Fassade widerspiegeln. Diese ist dadurch in ständiger Bewegung - durch Witterung, Lichteinfall und Wolkenbilder verändert sich die Spiegelung.

 

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Michael Kienzer
ohne Titel

 

Michael Kienzer entwirft eine Skulptur, die den Baukörper miteinbezieht: Wand und Boden sind nicht nur Ausgangs- punkt, sondern Teil der skulpturalen Arbeit. Durch das Auffalten in horizontale und vertikale Ebenen ergeben sich räumliche Verschiebungen. Es entstehen ineinander verschachtelte Räume in verschiedenen Größenverhältnissen und Dimensionssprüngen. So entsteht ein skulpturaler Raum, den man betreten und besitzen kann, der physisch erfahrbar ist.

 

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Hans Schabus

ohne Titel

 

Die Blindfassade ist für Hans Schabus die zentrale Achse der Bewegungsabläufe in der Schule. Die Stirnwand ist wie ein Stempel angelegt, in den einzuschreiben ist, was in der Schule passiert, alle aufzulisten, die in dieser Schule ein- und aus- gehen, ein Status Quo. Jede Person formt die Identität und trägt zum großen Ganzen bei, ist gleichermaßen wichtig für den Systemkreislauf der Schule. Die Fassade wird in ihrer Ausdehnung durch den Textblock mit Aluminiumbuch- staben definiert und die Anzahl der Individuen pro Gruppe ordnet diese einer umgekehrten Hierarchie gleich: zu oberst die größte Gruppe und zu unterst die kleinste.

 

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